Was bleibt, wenn Erinnerungen verschwimmen – zwischen dem, was war, und dem, was kaum auszuhalten ist? In Holding the Tide begibt sich Daria Koval auf eine intime Spurensuche durch das eigene Gedächtnis. Wie Gezeiten kommen Fragmente von Glück und Verlust in Wellen zurück, überlagern sich, lösen sich auf und tauchen wieder auf.
Ausgehend von einer persönlichen Erfahrung von Krieg entfaltet sich ein körperlicher Dialog mit Erinnerung: Schutzmechanismen halten das Schmerzvolle auf Abstand, doch mit ihm droht auch das Leichte und Unbeschwerte zu entgleiten. Zwischen Festhalten und Loslassen entsteht ein bewegtes Ritual – ein Versuch, die Strömungen der eigenen Geschichte auszuhalten und sich mit ihnen zu versöhnen.
Ein konzentriertes Solo über die Zerbrechlichkeit von Erinnerung und die Kräfte, die darunter wirken.
Dauer: 10 Minuten
Credits
Choreografie & Performance: Daria Koval
Musik: Viktor Rekalo (Cello), Igor Sayenko (Akkordeon)
Lichtdesign: Yevhen Kopitov & Pavel Kotlik
Uraufführung: TANZWERKSTATT EUROPA, München (2023)
Die Teilnahme am Festival wird dank der Unterstützung des Ukrainischen Instituts in Deutschland (TAG) im Rahmen des NUMO-Mobilitätsprogramms ermöglicht.