ROXY_©Florian Wenzel
 

Das ROXY

In über 30 Jahren ist mitten in der Ulmer Weststadt, in ehemaligen Fabrikhallen, einer der prägendsten Kulturorte der Stadt gewachsen. Konzerte nationaler und internationaler Acts, Kabarett und Comedy, Literatur, Theater, Tanz, Performance und Clubformate – die ROXY-Bühne hat nichts noch nicht gesehen. Rund 110.000 Besucher:innen kommen zu den etwa 340 jährlichen Veranstaltungen und machen das Haus zu einem der größten soziokulturellen Zentren Süddeutschlands.

Das Programm basiert auf einem offenen und niedrigschwelligen Kulturverständnis: ein breites Publikum erreichen und zugleich künstlerischen Formen abseits des Mainstreams eine Bühne geben. Als Produktionsort für freie Tanz- und Theaterproduktionen und durch Kooperationen mit Akteur:innen aus Kultur, Bildung und Gesellschaft ist das ROXY Plattform für regionale Talente ebenso wie für etablierte Künstler:innen. Formate wie das TanzLabor – ein Entwicklungsraum für zeitgenössischen Tanz – und das daraus entstandene ZANT Tanzfestival tragen wesentlich zur überregionalen Wahrnehmung bei.

Im Sommer öffnet sich das Gelände zur ganzen Stadt: Der Sound Garten lädt mit Konzerten, DJ-Sets und weiteren Veranstaltungen bei freiem Eintritt zu entspanntem Open-Air-Kulturgenuss ein.

Möglich machen das alles rund 80 Menschen, die hier arbeiten – Hauptamtliche, geringfügig Beschäftigte und viele im Ehrenamt. Im Rücken: die gemeinnützige GmbH als Träger, der Förderverein, Sponsoren sowie kulturelle Förderungen von Stadt und Land. So kann das ROXY wichtige Impulse für das Kulturleben Ulms setzen – und zu dessen Vielfalt beitragen.

 

Soziokultur

Als soziokulturelles Zentrum ist das ROXY mehr als nur eine Spielstätte: ein Treffpunkt, eine Plattform, ein Ermöglichungsort — ein kultureller Akteur.

Neben dem Tagesprogramm wird kooperiert, vernetzt, getüftelt — an gemeinsamen Projekten und Produktionen sowie an der Vermittlung von Kunst und Kultur.

Im Fokus stehen dabei vier Grundsätze:

  • Soziokulturelle Zentren entstehen durch bürgerschaftliches Engagement und decken ein Grundbedürfnis nach Kultur. Sie sind dezentral, also in den Städten und im ländlichen Raum zu finden.
  • Die freie Trägerschaft ermöglicht Teilhabe und Unabhängigkeit und schafft dadurch die Voraussetzung für eine aktive Zivilgesellschaft.
  • Das Konzept der künstlerischen Vielfalt der Soziokulturellen Zentren beinhaltet ein spartenübergreifendes Programm gepaart mit der Förderung neuer Formate, Künstler:innen und Genres und ermöglicht das Entdecken, Erleben und Gestalten einer offenen Gesellschaft.
  • Die gesellschaftliche Relevanz der Soziokulturellen Zentren liegt darin, dass diese kulturelle Gestaltung und Teilhabe für Alle ermöglichen und dadurch ein demokratisches Miteinander direkt erleben lassen sowie aktuelle gesellschaftspolitische Themen vorantreiben.

Ihr möchtet mehr über den Begriff "Soziokultur" erfahren?
Dann schaut auf der Seite der Bundesvereinigung vorbei.